Heidenheim/30.10.2021. Die Ditzinger Degenfechterinnen kommen immer besser in Fahrt. Das Cadet Circuit Turnier in Heidenheim beendet Annika Amler auf Platz 23. Die 16-Jährige ist beste Deutsche im Wettbewerb und macht einen Sprung auf Platz zwei der deutschen U17-Rangliste.

„Auf internationalem Niveau ist nicht nur Trainingsfleiß entscheidend. Auch taktische Kenntnisse und die Fähigkeit den Gegner lesen zu können, werden hier immer wichtiger“, kommentierte Cheftrainer Zoltán Szegedi das Heidenheimer Turnier vom vergangenen Wochende mit 205 Teilnehmern im Damendegen-Wettbewerb aus Ditzinger Sicht. Annika könne das immer besser umsetzen und mit unterschiedlichen Fechtstilen und Taktiken auf die Eigenarten ihrer Gegner antworten. Der Ditzinger Fechtlehrer bescheinigte der 16-Jährigen fehlerfreie Gefechte. Erst in der Runde der letzten 32 musste sie sich der Polin Cecylia Cieslik knapp mit 13:15 geschlagen geben. „In diesem Gefecht fehlte noch die Routine großer Turniere“, erklärte der Trainer. Als beste deutsche Teilnehmerin nach einer guten Vorrunde auf Platz 34 gesetzt, startete Annika Amler mit einem Freilos in die Direktausscheidungen und schickte erst die Französin Enora Mortecrette mit 15:13, anschließend die Italienerin Catarina Auteri deutlich mit 15:4 in die Kabine. Annika Amler steht mit diesem Ergebnis jetzt auf Platz 2 der deutschen U17 Rangliste. Die ein Jahr jüngere Clara Szalay, zweite Ditzinger Teilnehmerin, hatte noch zu viel Respekt vor den Gegnerinnen. Sie musste sich, nach der Vorrunde auf Platz 146 gesetzt, im ersten K.o.-Gefecht der Polin Patrycia Radwan mit 10:15 geschlagen geben und am Ende mit Platz 148 zufriedengeben. Turniersiegerin wurde die Russin Anastasiia Rustamova vor der Ukrainerin Emili Conrad. Platz 3 teilten sich Anaelle Doquet aus Frankreich und die Schweizerin Vanie Gogniat.

Am zweiten Turniertag startete Annika Amler im Teamwettbewerb. Unglücklich knapp verlor Team Deutschland mit der für die TSF Ditzingen fechtende Gebersheimerin sowie Marie Rank (TSV Bayer Leverkusen), Charlotte Marx (Fechterring Hochwald) und Eva Steffens (Heidelberger FC/TSG Rohrbach) ihr Auftaktgefecht mit Gleichstand nach abgelaufener Gefechtszeit durch Sudden Death noch 39:40 gegen Team Ukraine 2. Den Sieg holte sich hier erneut das russische Team vor der Schweiz und Frankreich. Das deutsche Team erreichte nach weiteren Platzierungsgefechten Rang 11.

Im Herrendegen vertraten Samuel Hochwald und Paul Lenhardt die Ditzinger Nachwuchsfechter. „Paul hat gut gefochten, ist aber leider ein bisschen spät aufgewacht“, lobt Zsegedi den 15-Jährigen Höfinger. Im ersten K.o.-Gefecht hielt dieser gut mit und musste sich am Ende dem Solinger Jonathan Prinz 11:15 geschlagen geben. „Samuel Hochwald konnte leider noch nicht zeigen, was er drauf hat“, erläuterte Cheftrainer Zoltán Szegedi die Leistung des 16-Jährigen Fechters nach eineinhalbjähriger Wettkampfpause durch die Corona Pandemie. Er verlor ebenfalls im ersten Gefecht der Hauptrunde gegen seinen Landsmann Rafael Schumacher (TSV Bayer Leverkusen). Für Samuel Hochwald stand am Ende Platz 152 im Feld der 207 Teilnehmer. Sieger des Herrendegen-Wettbewerbs wurde der Italiener Leonardo Cortini vor seinem Landsmann Matteo Rossi. Rang drei teilten sich der Pole Pawel Klytta und der Russe Igot Chernousov.